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Der Panda stammt aus den Gebirgswäldern der Provinz Sichuan und aus den Randgebieten der benachbarten Provinzen Gansu und Shaanxi. In der freien Natur leben nur noch ca. 1000 Pandas, mehr als 80% davon in Sichuan, und hier zumeist in Gebirgswäldern am Rande des tibetanischen Plateaus. Die Regierung hat administrative Schritte zum Schutz der Pandas eingeleitet, wie z.B. ein gesetzliches Verbot der weiteren Abholzung und Verordnung zur Bewahrung des Lebensraums der Pandas. Trotz dieser lobenswerten Bemühungen gibt es guten Grund zur Sorge über das langfristige Überleben der Bären, wenn diese sich selbst überlassen werden. Obwohl ca. 30 verschiedene Populationen in der freien Natur leben, bestehen die meisten von ihnen aus weniger als 50 Einzeltieren, was zu wenig ist um ihr Überleben zu sichern. Das große Panda-Institut am Rande von Chengdu wurde mit dem Ziel gegründet, die Reproduktion der Pandas zu erhöhen und dann die Jungtiere so zu trainieren, dass sie wieder in die Wildnis entlassen werden können. Man hofft, dass durch eine größere Anzahl von Tieren und weniger Fragmentierung das Überleben dieser Spezies im Laufe der Zeit gesichert werden kann. Die reproduktiven Gewohnheiten des Pandas machen dieses Anliegen jedoch viel schwerer als man meinen könnte. Weibliche Pandas ovulieren nur ein Mal im Jahr, und zwar im Frühling, und sind daher also nur in diesem kurzen Zeitraum von zwei bis drei Tagen empfänglich. Die Geburt findet dann drei bis sieben Monate später statt. Es sind meist Einzelgeburten, und selbst wenn es zu einer Zwillingsgeburt kommt, so überlebt in der Regel nur eines der Jungen. Da die Jungen mindestens zwei Jahre bei ihrer Mutter bleiben, bedeutet dies im Normalfall, dass sie sich nur jedes zweite Jahr fortpflanzen kann. Wenn man die Lebenserwartung von ca. 30 Jahren mit einer sexuell aktiven Zeit von bis zu 15 Jahren bedenkt, wird es schnell klar, warum der Bestand so lange benötigt, um sich von Rückschlägen zu erholen. Das weitläufige Institut besteht größtenteils aus Bambuswäldern und aus einem See, und es scheint, dass sich die Tiere hier pudelwohl fühlen. Es gibt dort sowohl ausgewachsene Pandas als auch Jungtiere; rote Pandas und Wasservögel sind ebenfalls zu sehen. Und wenn Sie sich von der Hauptattraktion losreißen können, werden Sie entdecken, dass ein Bambuswald ein herrlicher Ort für einen Spaziergang ist. Doch der Hauptgrund für einen Besuch können nur die Riesenpandas sein. Sie schälen, zerkleinern und verspeisen ihren Bambus mit Hochgenuss, und die Jungen spielen in den Bäumen und klettern auf Äste, die viel zu schwach erscheinen, um sie zu tragen, wobei ihre unbeholfenen Balanceakte viele „Oooohs“ und „Aaaahs“ von den begeisterten Besuchern ernten. In der chinesischen Welt gibt es nicht viele Orte, an denen Tiere so schön auf dem Präsentierteller sitzen.
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