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Der Tempel hat neben seinem öffentlichen auch einen eher privaten Bereich, in dem die Mönche leben und beten. Die Anlage ist großflächig und gepflegt, und die meisten ihrer heutigen Gebäude stammen aus dem 17. Jahrhundert. Sie können Ihren Besuch mit der Berührung der Ziegenstatue beginnen, die Glück bringen soll und dann zu den Haupthallen der Verehrung weitergehen. Um ein gutes Verständnis dafür zu bekommen, wie hier daoistische Philosophie und einheimische chinesische Naturreligionen zusammenfließen, sollten Sie Folgendes nicht verpassen: die 8 Trigramme auf dem ‚Bagua Ting’ (Pavillon der Acht Trigramme); die 81 Drachen die sich auf die chinesische Numerologie beziehen; und die Gläubigen, die in der Haupthalle Stäbchen aus einem hölzernen Becher schütteln. Wenn ein Stäbchen herausfällt, bringt der Gläubige es zu einem der Seitenräume, in denen ein daoistischer Priester ihm dafür eine entsprechende Auslegung einer stillschweigend gestellten Frage gibt. Wenn Sie Ihr Glück testen wollen, dann schütteln Sie sich selbst ein Stäbchen oder versuchen Sie, Münzen auf Ihr chinesisches Sternzeichen zu werfen. Zusätzlich zu den vielfältigen Hinweisen der Philosophie und Völkerkunde, die man in dieser heiligen Stätte der chinesischen Gedankenwelt antreffen kann, gibt es auch eine beeindruckende Vielfalt von traditionellen daoistischen Traditionen. Die Alchemie, die hier einst gewissenhaft betrieben wurde, ist in ihrer Erforschung von physikalischen und biologischen Gesetzen, mit der für den Tempel traditionellen Ausübung der chinesischen Medizin eng verbunden. Die Wirkung der Meditation wird bei der kunstvollen Ausübung von Tai Chi mit präziser Muskelkontrolle kombiniert. Die kunstvolle Teezeremonie des Tempels wird in dem Raum vollführt, in dem auch das daoistische Orchester musiziert. Die Kombination der vielfältigen Ideologien, Erscheinungen, Bräuche und Künste, die man im Qing Yang Tempel antrifft, wirken wie die Krönung einiger der originellsten und faszinierendsten Aspekte der traditionellen chinesischen Kultur.
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