The Summer Palace
   
 

The Summer Palace, its history, significance and beauty

Geschichte

Die Geschichte der Gärten des Neuen Sommerpalastes geht auf den mongolischen Kaiser Kublai Khan zurück. Zur besseren Wasserversorgung Pekings ließ er Kanäle bauen, und Wasser von den westlichen Hügeln zu einem erweiterten See - heute bekannt als der Kunming See des Sommerpalastes - leiten. Zur Ehre des Geburtstags seiner Mutter errichtete der Kaiser Qianlong (R. 1736 - 1756) fünfhundert Jahre später Gärten und einen Tempel der Dankbarkeit und Langlebigkeit entlang des Sees.

Doch erst 1875 nahm der Neue Sommerpalast in seiner heutigen Form Gestalt an. Nach seiner Ernennung zum Amtschef der Marine ließ der Schwager der Kaiserswitwe Cixi mit den Geldern, die für den Ausbau der kaiserlichen Flotte bestimmt waren, für sie einen neuen Sommerpalast erbauen. Wie erwartet, fühlte sich die Kaiserswitwe geschmeichelt und war von diesem Geschenk begeistert. Die chinesische Marine hingegen wurde im sino-japanischen Krieg 1895 von einer kleineren japanischen Flotte in die Flucht geschlagen.

Historische Bedeutung

Die Kaiserwitwe, die jede Verpflichtung, die ihre Stellung mit sich brachte, verabscheute, verlegte ihre Amtsführung 1889 in den Neuen Sommerpalast. Erzählungen über ihre Ausschweifungen sind legendär. Die Küchen bestanden aus acht Innenhöfen, in ihrem Palast waren 128 Eunuchen als Köche beschäftigt, für die Geburtstagsfeier anlässlich ihres sechzigsten Geburtstages wurden fünf Millionen Silber-Tael ausgegeben, etc. Und wenn Sie bedenken, dass die ganzen 290 Hektar des Sommerpalastes ausschließlich von der Kaiserwitwe benutzt wurden werden Sie bestimmt verstehen, wie der Neue Sommerpalast zum Symbol der Dekadenz der bestechlichen Dynastie werden konnte.

Der Name, "Der Neue Sommerpalast", wirft an sich schon die Frage auf - was ist mit dem alten geschehen? Dieser wurde 1860 durch englisch-französische Truppen zerstört. Und als ob einmal nicht genug wäre, rissen die alliierten Kräfte im Jahre 1900 den gerade wiedererrichteten Neuen Sommerpalast abermals nieder. Aus diesem Grund werden die Sommerpaläste - neu und alt - in der Volkskultur mit der zerstörerischen Einmischung von Fremden in ihr Land in Verbindung gebracht.

Neo-Daoistisches Ideal der Natürlichen Harmonie

Die bezaubernde Landschaft am See des Sommerpalastes beruht keineswegs auf Zufall. Sie sollte wie ein Gedicht wirken und wurde sorgfältig geplant. Von der elliptischen Marmor-Brücke schweift das Auge zur felsigen Südinsel in der Mitte des Sees, die vereinzelten hölzernen Pavillone auf den sanften Hügeln entlang des Seeufers, die eindrucksvollen Tempel, die auf dem künstlich angelegten Hügel der Langlebigkeit emporragen - all dies verkörpert das für Chinesen typische Ideal von Harmonie zwischen Mensch und Natur. Genießen Sie das Gedicht!


 

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